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FairTrade Town

Nun ist es offiziell - Grünberg ist "FairTrade-Stadt

Dritte hessiche Kommune erhielt Urkunde im Rahmen einer Feier auf dem Marktplatz

Endlich war es soweit - am 09.09.2011 bekam Bürgermeister Ide unter den Augen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie der Grünberger Fairtrade-Partner die "Fairtrade-Stadt-Urkunde" durch Manfred Holz von der Organisation "Transfair Deutschland" auf dem Marktplatz überreicht. Jetzt können die Grünberger/Innen urkundlich zertifziert sagen: "Wir sind FairTrade-Stadt".

Damit ist in Hessen erstmals der Titel an eine Kleinstadt verliehen worden. Neben Marburg und Gießen ist Grünberg erst die dritte Kommune im Bundesland, die sich so bezeichnen darf.

Moderator Burkhard Bräuning würdigte die Leistungen der Stadt sowie der Mitglieder/Innen der Initiativgruppe. "Für eine Stadt dieser Größenordnung ist das etwas ganz besonderes" so der Moderator.

Die Mitglieder/Innen der Initiativgruppe berichteten über den Ablauf der letzten beiden Jahre. Vom ersten Gedanken bis hin zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten um den "fairen Gedanken" in das Bewußtsein der Bevölkerung zu rufen. Unterstützt von zahlreichen heimischen Firmen, vom Einzelhandel und den Gastronomen konnte im Frühjahr 2011 der Antrag auf Verleihung des Titels "FairTrade-Stadt" gestellt werden. Reinhard Ewert verwies darauf, dass alle Mitglieder/Innen der Initiativgruppe ehrenamtlich tätig seien und bedankte sich ausdrücklich dafür.

Der Vertreter von "Transfair-Deutschland" Manfred Holz stellt die Organisation vor. "Transfair" handele nicht mir Produkten, sondern vergebe nur das Gütesiegel. Zudem würden keine Zwischenhändler akzeptiert. "Ab heute spielt Grünberg in einer Liga mit London, Kopenhagen und Paris. Alle diese Metropolen wurden ebenfalss mit dem FairTrade-Siegel ausgezeichnet. Zudem verwies er darauf, dass der in Deutschland konsumierte Kaffee nur zu zwei Prozent aus fairem Handel stamme. In England betrage der Anteil rund zwanzig Prozent. "Die Deutschen haben die teuersten Kaffeemaschinen, verwenden aber die billigsten Bohnen" gab Holz als Denkanstoß mit auf den Weg.

Die Schülerin der Klasse 10b der Theo-Koch-Schule, Wioletta Kosiolek, berichtete über die Erfahrungen mit dem Verkauf von FairTrade-Produkten im Schulladen, den die Schüler/Innen selbst betreiben.

Reinhard Ewert beantwortete die Frage des Moderators über den weiteren Weg. Die Initiatoren wollen die Ideen und Ziele fairen Handels in der Gallusstadt weiter verbreiten, Geschäfte, Gaststätten und Institutionen hinzugewinnen. Abschließend fand der Gedanke bereits Eingang, sich für den Wettbewerb "FairTrade-Hauptstadt" zu bewerben. Man wolle jedoch einen Schritt nach dem anderen tun, so Reinhard Ewert und Bürgermeister Ide.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Besucher/Innen fair gehandelte Produkte am Weltladen der Theo-Koch-Schule und am Stand "Eine Welt Aktion Lumda" erwerben. Wer Kaffeedurst hatte, war bei Feinkost Kreuder richtig. Hier gab es FairTrade-Kaffee aus Honduras. Fair gehandelte Getränke bot der Getränkemarkt "Riedmann" an. Afrikanische Spezialitäten konnten Hungrige am Stand der Gastronomen Habton vom Restaurant "Savanne" in Lich probieren.

Wir sind die Grünberger Fairtrade-Partner

EinzelhandelFirmenGastronomieKirchenVereine/
sonst.Institutionen
Edeka-Neukauf Horst
Gießener Str. 49
W.Bender GmbH&Co KG
Londorfer Str. 65
Bistro Merlin
Barfüßergasse
Ev. Dekanat Grünberg
Renthof 13
Theo-Koch-
Schule Grünberg
Struppiusstraße
Rewe-Messerschmidt
Hegweg 7
Sparkasse Grünberg
Gießener Str. 8
Pizzeria Al Castello
Schloßgasse 4
Ev.Kirchengemeinde Grünberg
An der Stadtkirche 9
Museum im Spital und Freundeskreis Museum
Hintergasse 24
Nahkauf Ufer
Nußberg 14
punctum GmbH
Londorfer Str. 28
Wein&Feinkost
Kreuder
Barfüßergasse
"FairTrade Kaffee"
Ev. Kirche Lumda
Zur Hofstatt 10
Eine Welt Aktion
Riegelpfad 1
Riedmann Getränke
Diebsturmstr. 15
Pepperone Young Fashion
Rabegasse 10
Diakonisches
Werk Grünberg
Bahnhofstr. 37
Anjess Frischelädchen
Marktgasse
IT-Service Gill
Rödernweg 55
Bildungsstätte
des Deutschen
Gartenbaus
Gießener Str. 47
Wein&Feinkost Kreuder
Barfüßergasse
Wäschehaus Kappes&Schäfer
An der Höfetränke
Beratungs-
zentrum Laubach-Grünberg
Neustadt 58
Futuro Clothes&Shoes
Martgasse 6-8
Varius Ernährungsberatung
Schulstr. 18
Kinder-und Jugendbüro Grünberg
Londorder Str. 34
Videothek Movie Vision
Londorfer Str. 14
Landfrauen Lehnheim/Stangenrod
Am Kammerpfad 5
AWO Hessen-Süd Jugendfreizeit-
stätte
An der Steinrütsche 2
AWO Hessen-Süd Berufshilfen f. junge Menschen
Theo-Koch-Str. 9
AWO Hessen-Süd Mädchenwohngruppe
Gallusschule Grünberg
Struppiusstraße 18

Produkte aus fairem Handel

152 Sorten Kaffee
120 Textilprodukte
78 Sorten Schokolade,Eis,Süßwaren
68 Weine & Fruchsäfte
60 Sorten Tee
29 Arten Sportbälle
19 Sorten Reis
11 Sorten Kakao
9 Zucker
4 Honig
7 Sorten Südfrüchte

Nähere Informationen über die Produkte finden Sie unter: www.transfair.org

GRÜNBERG-STADT DES FAIREN HANDELS

Im Rahmen der weltweiten Kampagne "Fairtrade-Towns", initiert durch die Organisation TRANSFAIR, strebt die Stadt Grünberg den Titel "Fairtrade-Stadt" an.

Was verbirgt sich hinter "Transfair"?

Die Organisation Transfair startete 1992 als gemeinnütziger Verein seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Transfair selbst handelt nicht mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Der Faire Handel unterstützt gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Die Organisation setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung und gegen illegale Kinderarbeit ein. Die Kleinbauern sind in alle wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch eingebunden.

Insgesamt profitieren rund 700 Bauernkooperativen und Plantagen in 58 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas vom Fairen Handel; darin sind rund 1,6 Millionen Bauern und Arbeiter vertreten.

Die wichtigsten Standards des Fairen Handels

Soziales
- Arbeitsbedingungen
- Gemeinschaftsprojekte
- Diskriminierungsverbot
- Keine illegale Kinderarbeit

Ökonomie
- Beratung
- Stabile Mindestpreise
- Fairtrade-Prämien
- Langfristige Handelsbeziehungen
- Vorfinanzierung

Ökologie
- Liste verbotener Substanzen
- Umweltschonender Anbau
- Förderung des Bio-Anbaus
- Verbot gentechnisch veränderter Organismen
- Bioaufschlag

 
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