Stadtteil Lumda

Lumda, das Dörfchen am westlichen Fuße des Vogelsberges und Grenzpforte zur Rabenau, liegt in einem sehr schönen fruchtbaren Tal. Die herrlichen Wälder mit ihren hohen Buchen und Tannen, die zahlreichen Hügel mit den grünen Fluren, die Lumda umschließen, geben diesem Fleckchen Erde ein ganz besonderes Gepräge. Weitab vom Lärm der Großstadt wird die hier herrschende, wohltuende Stille lediglich ein wenig durch den Verkehr der dicht am Dorf vorbeiführenden Autobahn Frankfurt-Kassel unterbrochen. Seit 2004 verfügt Grünberg über die Autobahnabfahrt Grünberg-Lumda, so dass Lumda für seine Bürger und für Besucher noch verkehrsgünstiger zu erreichen ist.

Der Name Lumda stammt von einem kleinen Bach - der Lumda. Dieser bach bildet eine natürliche Grenze in der Dorfmitte, fließt dann - unterwegs von zahlreichen Quellen und Rinnsalen gespeist - in einem großen Bogen gegen Westen und mündet oberhalb Gießen in die Lahn. Hauptaufgabe der Lumda war in früheren Zeiten die vielen Mühlen im Lumdatal anzutreiben.

Der Name Lumda wurde vom altdeutschen Wort "Lomm" abgeleitet, was soviel wie "Waldwasser" bedeutet. Hieraus ergab sich der ursprüngliche Name "Lompt". Später folgte die Bezeichnung "Lumb" und anschließend "Lumbd", wie man heute noch auf einer Landkarte im Schloss zu Fulda aus dem Jahre 1814 sehen kann. Aus "Lumbd" wurde dann "Lumbda" und ca. 1850 der heute gültige Name. Lumda ist, verglichen mit den umliegenden Dörfern, ein noch recht junger Ort, denn seine Geschichte beginnt erst im späten Mittelalter. Dass bereits vor dem 30jährigen Krieg hier Gebäude gestanden haben wird angenommen, ist aber nicht nachweisbar. Tatsache ist jedoch, dass zwischen 1570 und 1600 in der heutigen Gemarkung Lumda zwei kleine Dörfchen gestanden haben. Im 30jährigen Krieg wurden diese Dörfchen zerstört - lediglich ein alter Brunnen erinnert heute noch an jene Zeit.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen ca. 250 Heimatvertriebene nach Lumda und mussten sich hier eine neue Existenz aufbauen. Der vorhandene Wohnraum reichte bei weitem nicht aus und es entstanden neue Wohngebiete, wie z.B. die Siedlung am Ojenberg, wo auch im Jahre 1953 der Grundstein für eine neue Schule gelegt wurde.

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Gießen-Londorf-Grünberg erhielt Lumda 1904 einen eigenen Bahnanschluß, eine Tatsache, die wirtschaftliche, soziologische und biologische Folgen nach sich zog. Die Verladung von Eisenerz auf dem Lumdaer Bahnhof bis zum Jahre 1934 sorgte dafür, dass die Struktur der Bevölkerung nicht rein landwirtschaftlich blieb. Lumda hat sich im Laufe der Jahre, wie viele andere Orte auch, vom Landwirtschafts- zum Arbeiterdorf entwickelt.

Die Infrastruktur Lumdas ermöglicht den Bewohnern eine Grundversorgung, durch ein Lebensmittelgeschäft und eine Metzgerei, vor Ort.

Neben einer Bücherei der ev. Kirche bieten die ortsansässigen Vereine ein breites Angebot, wie z.B. Fußball, Gymnastik, Tischtennis, Hip-Hop, Aerobic u.v.m. und gestalten das Leben der Einwohner damit angenehm und lebenswert.

Lumda

 
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