Queckborn

Sanft in Gärten und Obsthaine eingebettet liegt das Dorf in einer leicht einfallenden Talmulde inmitten seiner Wiesen und Felder. Umrahmt von Wäldern und Höhen, mit denen der nordwestliche Vogelsberg hier gemächlich ins Hügelland der Wetterau übergeht. Als belebendes Wasser zieht der Eschersbach von Osten her durch die Niederungen, durch den Stadtteil und weiter nach Südwesten der Wetter zu.

So war hier schon in Vorzeiten der gegebene Ort für eine menschliche Niederlassung, im geschützten Tal ein fruchtbarer, ertragreicher Boden, nahe holz- und wildreiche Wälder und vor allem frisches, klares Quellwasser. Dieses gab der Siedlung auch einst den Namen "Queckbrunn" das heißt "zu den lebendigen, fließenden Brunnen".

Schon in vorgeschichtlicher Zeit haben hier Menschen gelebt, wie zahlreiche Bodenfunde beweisen. Es ist zu vermuten, dass Queckborn eine der ältesten Siedlungen unserer engeren Heimat ist und bereits im siebten oder achten Jahrhundert entstand. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Queckborn (Quetbrunn) in einer Güterübertragungsurkunde an das Kloster Fulda im Jahr 1930, der Beweis, dass es sich um unser Queckborn handelt, muss allerdings noch erbracht werden.

Geschichtlich nachgewiesen ist, dass Queckborn ab 1108 bis ca. 1350 als Stammsitz einer oder mehrerer Ritterfamilien gedient hat. In der Zeit vorher war bereits eine Burg, die westlich von der Kirche stand, erbaut worden. Ein hohes Alter bezeugt auch die unter Denkmalschutz stehende ev. Dorfkirche, die ältesten Teile reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück.

Im Dreißigjährigen Krieg wird die Siedlung Nieder-Queckborn zerstört und fortan nicht mehr erwähnt.

1894 wurden die Quellen westlich des Dorfes gefasst und zur Wasserversorgung der Stadt Gießen und der Gemeinde Queckborn ein Wasserwerk gebaut. Die Abgabe der Pumprechte an die Stadt Gießen brachten der Gemeinde bereits damals ein Wasserleitungsnetz. Noch heute können die Brunnen mit der Wasserqualität - so rein wie vor hundert Jahren - den gesamten Trinkwasserbedarf nach Gießen liefern.

Queckborn war bis nach dem letzten Weltkrieg ein ausgesprochenes Bauerndorf. Heute kann man es als Arbeiterwohngemeinde mit Landwirtschaft bezeichnen. Bereits im Jahre 1946 zählte man 1.120 Einwohner. Durch Wegzug nahm die Einwohnerzahl zeitweise ab; heute beträgt sie ca. 1.400.

Seit 1968 verfügt Queckborn über eine Mehrzweckhalle, die gleichfalls Stätte der Begegnung und des Sports ist. Als neues Kommunikationszentrum dient seit Anfang der 90ziger Jahre das Dorfzentrum. Zahlreiche Vereine bereichern durch ihr Aktivitäten das kulturelle Leben im Ort. Das Dorfzentrum entstand im Rahmen der Dorferneuerung aus der alten Ortsbürgermeisterei, dem Gemeindehaus und dem Faselstall. Fast zum gleichen Zeitpunkt konnte die Kindertagesstätte seiner Bestimmung übergeben werden.

Im Jahr 2008 feiert Queckborn sein 900jähriges Jubiläum mit einem Veranstaltungsreigen im Lauf des gesamten Jahres. Die Festlichkeiten beginnen bereits am 31.12.2007 mit einer Silvesterparty und finden ihren Höhepunkt sicher am 07.09.2008 mit dem stehenden Festzug.

Adressen in Queckborn

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KirchenQueckborn
 
Bink, Matthias
Pfarrer
Telefon: 06401-227370
PersonenQueckborn
 
CDU-Fraktion
Stadtverordneter; Ausschuss: Prüfungsausschuss
PersonenQueckborn
 
Jagdvorsteherin Queckborn; Ortslandwirtin
PersonenQueckborn
 
stellvertretender Ortslandwirt
PersonenQueckborn
 
FW-Fraktion
Stadtverordneter; Ausschuss: Prüfungsausschuss
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