Reinhardshain

Reinhardshain ist ein kleines Dorf mit ca. 650 Einwohnern an der Autobahn Frankfurt-Kassel.

Die Geschichte Reinhardshains ist eng mit der Entwicklung des 1,5 km entfernt liegenden ehemaligen Augustinerinnenklossters Wirberg verbunden.

Neben der Kirche auf dem Wirberg besaß Reinhardshain seit der Reformation eine Filialkirche. Diese wurde Anfang des 17. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgeriessen.

Bis im Jahre 1829 in Reinhardshain selbst eine Schule gebaut wurde, mussten die Kinder tagein tagaus und bei jedem Wetter zur Schule auf den Wirberg laufen.

Die erste Einwohnerzahl liegt aus dem Jahre 1669 vor und betrug 133 Einwohner.

Auf einer Anhöhe am Ortsrand (Dienberg) wurde im Jahre 1908 ein 18 m hoher Wasserturm errichtet und die Wasserversorgung "Dieberg" gegründet. Von dem Wasserturm wurden die Orte Beltershain, Lehnheim, Lumda und Stangenrod mit Wasser versorgt. Noch im gleichen Jahr erhielt auch Reinhardshain eine Wasserleitung. Der Wasserturm ist heute das Wahrzeichen des Ortes.

Die Autobahnstrecke Gießen-Alsfeld wurde 1938 eröffnet. In einem Teil der heutigen Raststätte befand sich damals eine Dienststelle der Wehrmacht. Diese sollte am 11. Dezember 1944 durch einen Luftangriff zerstört werden, getroffen wurden jedoch 17 Häuser im Dorf, die völlig eingeäschert wurden.

Das wichtigste Ereignis der letzten Jahrezehnte war für die Bevölkerung der Bau und die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses. Endlich waren Räumlichkeiten für die Vereine und Bürger des Dorfes geschaffen und das Dorfgemeinschaftshaus ist auch heute noch Dreh- und Angelpunkt für das kulturelle Leben im Ort.
 
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