Stockhausen

Stockhausen wurde erstmals im Jahre 1340 urkundlich erwähnt. Diese Urkunde wurde ausgestellt am 05. Dezember 1340 und zeigt den ersten von mehreren Besitzerwechseln an. Stockhausen gehörte zum Besitz der Herren von Hanau.

Der Name Stockhausen leitet sich angeblich ab von: "Die Häuser bei oder auf den Stöcken".

Im Jahre 1375, 35 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung, belegen Aufzeichnungen, dass Stockhausen zusammen mit Flensungen dem Amt Grünberg angehört. 1391, nach dem Stadtbrand in Grünberg, legte der landgräfliche Diener Johann Helwig ein neues Grünberger Rentenbuch an. Er trug darin die Orte ein, welche Grünberg ganz oder teilweise zinsverpflichtet waren. Damals gehörte Stockhausen noch dazu.

Fast jedes Dorf im heimischen Raum hat einen Spottnamen, so auch Stockhausen, dessen Einwohner mit dem Namen "Mäus" bedacht werden.

Von 1874 bis 1942 gehörte Stockhausen zu einem der bedeutensten Eisenerzabbaugebiete im oberhessischen Raum. Belege weisen auf eine Förderzahl von 23.063 Tonnen Erz im Jahre 1914 hin.

In Stockhausen wurde bereits in den Jahren 1953/54 ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet. Es ist eines der ersten in Hessen und feierte im Jahr 2004 sein 50jähriges Jubiläum.

Alljährlich wird an den "Drei Linden" traditionell der 1. Mai gefeiert. Zahlreiche Besucher aus der Umgebung wandern oder fahren per Rad nach Stockhausen um in gemütlicher Runde an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Der Aussichtspunkt "Drei Linden" bietet bei schönem Wetter einen wunderschönen Blick zum Vogelsberg mit seinen sanften Höhen und Wäldern.

Stockhausen hat sich, wie die meisten Dörfer, von einem Bauern- zu einem Arbeiterdorf gewandelt. Im Jahr 1901 lebten in Stockhausen 135 Menschen, heute zählt der ort ca. 320 Einwohner.
 
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