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Museum im Spital
Freitag, 8.9.2017, 19.00 Uhr
Bist du sicher, Martinus? - Die Tischreden der Katharina Luther, geborene von Bora
Duo Sovela - Anna Sophia Backhaus (Stimme) und Verena Jochum (Harfe)
Konzert | Lesung | Szene
Veranstaltungsort: Hospitalkirche Grünberg
Veranstalter: Museum im Spital Grünberg und Freundeskreis Museum Grünberg e.V.MG

In den 1980er Jahren schrieb Christine Brückner „Die Tischreden der
Katharina Luther, geborene von Bora.“ Ein fiktiver, wortgewandter
Monolog, feministisch und deftig in der Wortwahl. Erschienen in dem
Buch „Bist du sicher, Martinus? - Ungehaltene Reden ungehaltener
Frauen“. Christine Brückner nimmt dabei Bezug auf die Tischreden
des Dr. Martin Luther.
Dieser Monolog wirft einen anderen, spannenden Blickwinkel auf die
Person Martin Luther: Wie sah sein Alltag und Familienleben aus? Was
war er für ein Mensch? Welche Charaktereigenschaften waren ihm zu
eigen? Was war er für ein Ehemann? Welche Texte verfasste und
welche Musik komponierte er? Dies und vieles mehr erfährt das
Publikum während der Aufführung aus der Sicht seiner Ehefrau
Katharina Luther.
Anna Sophia Backhaus hält die Tischreden und schlüpft dabei in die
Rolle der Gattin des großen Reformators. Deftig, herzhaft, doch immer
mit dem Sinn für die leisen Zwischentöne. Begleitet wird der
wortgewandte Monolog von Musik. Verena Jochum interpretiert Musik
der Reformation bis in die Neuzeit auf der Konzertharfe. Bekannte
Lutherlieder, von dem Duo gesungen und gespielt, flechten sich wie
selbstverständlich in die Tischreden und lassen den Abend zu einem
Hörerlebnis werden.

Samstag, 9.9.2017, 17.00 Uhr
Türken, Papst und Teufel. Zur Fundierung der Endzeit in Martin Luthers Türkenschriften
Buchvorstellung: Luthers Türkenschriften, herausgegeben von Benedikt Klein und Bernhard Streck
Veranstaltungsort: Museum im Spital Grünberg

Türken, Papst und Teufel. Zur Fundierung der Endzeit in Martin Luthers Türkenschriften
Vortrag zur Buchvorstellung:
Luthers große Türkenschriften
Verlag Blaues Schloss Marburg 2017
Herausgegeben und kommentiert von Benedikt Klein und Bernhard Streck
Luther lebt und wirkt in einem Zeitalter, das durch eine permanent kriegerische Bedrohung des sich ausbreitenden Islams verunsichert ist. Er lebt und wirkt aber vor allem in einer Zeit, in der das Tagesgeschäft von propagandistischen Massenmedien und einer offenen Kriegsrhetorik bestimmt wird. Dies schlägt sich auch im Werk des Reformators nieder. Es sollte deshalb nicht verwundern, dass auch er zeitlebens Krieg mit Worten geführt hat. Aber kann man ihn deshalb verurteilen? Verurteilen, weil er Kind seiner Zeit war? Die Auseinandersetzung mit Luthers Türkenschriften ist bei der Beurteilung dieser Fragen elementar, sie ist aber auch äußerst brisant. Nicht nur, weil Luthers Texte exemplarisch für eine bestimmte Epoche stehen. Sie stehen auch exemplarisch für den Prozess einer Konstruktion: der allgemeinen Konstruktion von Identität, Fremd- und Feindbildern.
Benedikt Klein, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters, Phillips-Universität Marburg.
Bernhard Streck, Leiter des Instituts für Ethnologie der Universität Leipzig 1994 – 2010. Schwerpunkte u.a.: Religionsethnologie.

Hier finden Sie den Infoflyer zur Sonderausstellung als PDF-Datei:

Flyer_Otmar_Alt

Rajasthan - schwarzweiss

25. August bis 29. Oktober 2017

Eine Fotoausstellung von karl-horst hausmann.

 
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