Fairtrade in Grünberg - Was gibt es Neues?

Freitag, 10. März, Einlass zum Sektempfang ab 19.00 Uhr

LOLA - Filmabend
Anlässlich der Filmvorführung LOLA im Kino Grünberg wird sich der Weltladen Grünberg mit einem Verkaufsstand präsentieren und kleine Snacks zum Probieren anbieten. Gerne können sich die Gäste während des Sektempfangs über den Fairen Handel informieren. Sie können sich an einer kleinen Auswahl fairer Produkte erfreuen und diese auch erwerben.

Seit dem September 2011 darf sich Grünberg mit dem Titel Fairtrade Town schmücken (Stadt des fairen Handels), erneuert im Jahre 2013.

Diese Anerkennung als Fairtrade Town beruht auf einem breiten Engagement aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen: Stadtverwaltung, Geschäfte, Gaststätten, Kirchengemeinden, Beratungsstellen, Vereine und schulischen Initiativen (s. untenstehende Auflistung).

Auch gibt es seit dem November 2013 einen "Weltladen", Fachgeschäft für den fairen Handel, in dem die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen die verschiedensten Lebensmittel aus fairem Handel sowie eine bunte Auswahl an Kunsthandwerk anbieten. Die Produkte im Weltladen kommen - lediglich vermittelt durch verschiedene Fair Handelsorganisationen wie gepa, dwp, el puente und andere - direkt von den produzierenden Kooperativen der verschiedenen Kontinente.
Der Verein Weltladen e.V. engagiert sich des Weiteren in Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für den Fairen Handel und leistet Direkthilfe für soziale Projekte z.B. in Namibia und Indien.

Weitere Informationen zum Thema Fairer Handel, über die Organisation "transfair e.V." sowie die Liste aller MitmacherInnen hier in Grünberg finden sich im nachfolgenden Text.

Fairtrade Initiative Grünberg

Kontakt: mariannerenz@t-online.de, monikadern1@web.de, Reo.ewert@gmx.de

Wir sind die Grünberger Fairtrade-Partner

EinzelhandelFirmenGastronomieKirchenVereine/
sonst.Institutionen
Bender,W. GmbH&Co.
Londorfer Str. 65
Anjess Märchencafé
Barfüßergasse 2
Ev. Dekanat
Grünberg
Renthof 13
Beratungs-
zentrum Laubach-Grünberg
Neustadt 58
Grünberger Markthalle
U. Horst
Gießener Straße 61
IT-Service Gill
Rödern-
weg 55
Gasthaus
Zur Quelle
Rabegasse
Ev.Kirchengemeinde Grünberg
An der Stadtkirche 9
Bildungsstätte
des Deutschen
Gartenbaus
Gießener Str. 47
punctum GmbH
Londorfer Str. 28
Pizzeria
Al Castello
Schloßgasse 4

Ev. Kirchenge-
meinde Lumda
Zur Hofstatt 10
Diakonisches
Werk Grünberg
Bahnhofstr. 37
Pepperone
Young Fashion
Rabegasse 10
Sparkasse Grünberg
Gießener
Strasse 8
Suppenkaspar
Barfüßergasse 18
Grünberg
Kath. Kirchengemeinde Grünberg
Bahnhofstr. 29
Erlebnis-Bauernhof
Diehl
Lindenstraße 3a
Stockhausen
Rewe
Messerschmidt
Hegweg 7
Varius
Ernährungs-
beratung
Schulstr. 18
Restaurant Gusto
Marktplatz 9
Fairtrade-Kiosk an
der Theo-Koch-
Schule Grünberg
Struppiusstraße
Videothek
Movie Vision
Londorfer
Straße 34
Volksbank Mittelhessen Rosengasse 5Sporthotel Grünberg
Am Tannenkopf 1
Grünberg
Fairtrade Kiosk an der Gallusschule Grünberg
Struppiusstraße 18
Weltladen
Fachgeschäft für
fairen Handel
Rabegasse 14
Kinder- und
Jugendbüro Grünberg
Londorfer Straße 34
Wolldesign
Irene Scholz
Rabegasse 20
Landfrauen Lehnheim/
Stangenrod
Am Kammerpfad 5
Lehnheim
Sonnenblume Naturkost
Marktplatz 7
Museum im Spital
und Freundeskreis
Museum
Hintergasse 24
Stadt Grünberg
Rabegasse 1

Produkte aus fairem Handel

152 Sorten Kaffee
120 Textilprodukte
78 Sorten Schokolade,Eis,Süßwaren
68 Weine & Fruchsäfte
60 Sorten Tee
29 Arten Sportbälle
19 Sorten Reis
11 Sorten Kakao
9 Zucker
4 Honig
7 Sorten Südfrüchte

Nähere Informationen über die Produkte finden Sie unter: www.transfair.org

GRÜNBERG-STADT DES FAIREN HANDELS

Was verbirgt sich hinter "Transfair"?

Die Organisation Transfair startete 1992 als gemeinnütziger Verein seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Transfair selbst handelt nicht mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Der Faire Handel unterstützt gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Die Organisation setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung und gegen illegale Kinderarbeit ein. Die Kleinbauern sind in alle wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch eingebunden.

Insgesamt profitieren rund 1.000 Kleinbauern-Organisationen und Plantagen weltweit vom Fairen Handel. So werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen von über 6 Millionen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert.

Die wichtigsten Standards des Fairen Handels

Soziales
- Arbeitsbedingungen
- Gemeinschaftsprojekte
- Diskriminierungsverbot
- Keine illegale Kinderarbeit

Ökonomie
- Beratung
- Stabile Mindestpreise
- Fairtrade-Prämien
- Langfristige Handelsbeziehungen
- Vorfinanzierung

Ökologie
- Liste verbotener Substanzen
- Umweltschonender Anbau
- Förderung des Bio-Anbaus
- Verbot gentechnisch veränderter Organismen
- Bioaufschlag

Nun ist es offiziell - Grünberg ist "FairTrade-Stadt

Dritte hessiche Kommune erhielt Urkunde im Rahmen einer Feier auf dem Marktplatz

Endlich war es soweit - am 09.09.2011 bekam Bürgermeister Ide unter den Augen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie der Grünberger Fairtrade-Partner die "Fairtrade-Stadt-Urkunde" durch Manfred Holz von der Organisation "Transfair Deutschland" auf dem Marktplatz überreicht. Jetzt können die Grünberger/Innen urkundlich zertifziert sagen: "Wir sind FairTrade-Stadt".

Damit ist in Hessen erstmals der Titel an eine Kleinstadt verliehen worden. Neben Marburg und Gießen ist Grünberg erst die dritte Kommune im Bundesland, die sich so bezeichnen darf.

Moderator Burkhard Bräuning würdigte die Leistungen der Stadt sowie der Mitglieder/Innen der Initiativgruppe. "Für eine Stadt dieser Größenordnung ist das etwas ganz besonderes" so der Moderator.

Die Mitglieder/Innen der Initiativgruppe berichteten über den Ablauf der letzten beiden Jahre. Vom ersten Gedanken bis hin zu zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten um den "fairen Gedanken" in das Bewußtsein der Bevölkerung zu rufen. Unterstützt von zahlreichen heimischen Firmen, vom Einzelhandel und den Gastronomen konnte im Frühjahr 2011 der Antrag auf Verleihung des Titels "FairTrade-Stadt" gestellt werden. Reinhard Ewert verwies darauf, dass alle Mitglieder/Innen der Initiativgruppe ehrenamtlich tätig seien und bedankte sich ausdrücklich dafür.

Der Vertreter von "Transfair-Deutschland" Manfred Holz stellt die Organisation vor. "Transfair" handele nicht mir Produkten, sondern vergebe nur das Gütesiegel. Zudem würden keine Zwischenhändler akzeptiert. "Ab heute spielt Grünberg in einer Liga mit London, Kopenhagen und Paris. Alle diese Metropolen wurden ebenfalss mit dem FairTrade-Siegel ausgezeichnet. Zudem verwies er darauf, dass der in Deutschland konsumierte Kaffee nur zu zwei Prozent aus fairem Handel stamme. In England betrage der Anteil rund zwanzig Prozent. "Die Deutschen haben die teuersten Kaffeemaschinen, verwenden aber die billigsten Bohnen" gab Holz als Denkanstoß mit auf den Weg.

Die Schülerin der Klasse 10b der Theo-Koch-Schule, Wioletta Kosiolek, berichtete über die Erfahrungen mit dem Verkauf von FairTrade-Produkten im Schulladen, den die Schüler/Innen selbst betreiben.

Reinhard Ewert beantwortete die Frage des Moderators über den weiteren Weg. Die Initiatoren wollen die Ideen und Ziele fairen Handels in der Gallusstadt weiter verbreiten, Geschäfte, Gaststätten und Institutionen hinzugewinnen. Abschließend fand der Gedanke bereits Eingang, sich für den Wettbewerb "FairTrade-Hauptstadt" zu bewerben. Man wolle jedoch einen Schritt nach dem anderen tun, so Reinhard Ewert und Bürgermeister Ide.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Besucher/Innen fair gehandelte Produkte am Weltladen der Theo-Koch-Schule und am Stand "Eine Welt Aktion Lumda" erwerben. Wer Kaffeedurst hatte, war bei Feinkost Kreuder richtig. Hier gab es FairTrade-Kaffee aus Honduras. Fair gehandelte Getränke bot der Getränkemarkt "Riedmann" an. Afrikanische Spezialitäten konnten Hungrige am Stand der Gastronomen Habton vom Restaurant "Savanne" in Lich probieren.

 
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