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Museum im Spital

Ausreis(ß)en oder Dableiben

7. Dezember 2016 – 26. März 2017

Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Museum im Spital:
Am Mittwoch, dem 7. Dezember 2016 um 17 Uhr in der Hospitalkirche, Hintergasse 22
laden wir Sie herzlich ein.

Begrüßung: Frank Ide, Bürgermeister
Einführung: Karin Bautz, Museumsleiterin

Im Anschluss: Sonderausstellung im Museum im Spital Grünberg

Öffnungszeiten: Mittwoch 18 – 20 Uhr
Freitag bis Sonntag/Feiertag 14 – 17 Uhr

Foto: Der Wasserkanal als Fluchtweg: Ein Ermittler des MfS stellt die Fluchtaktion für die Kamera nach Quelle: BStU, MfS, BV Suhl, VK 101/87, S. 43

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Zeitzeuge Dietmar Schultke berichtet über DDR-Erfahrungen

Freitag, 24. März 2017, 10.00 Uhr

Zeitzeuge Dietmar Schultke berichtet am 24. März 2017 um 10.00 Uhr Schülerinnen und Schülern zweier neunten Klassen der Theo-Koch-Schule im Museum im Spital Grünberg über seine Erfahrungen mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland.

Die Veranstaltung wird im Rahmen der Kooperation des Museums und den Schulen der Stadt mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreis Museum Grünberg e.V. veranstaltet. Die Sonderausstellung „Ausreis(ß)en oder Dableiben – Fluchtwege vor der Grenzöffnung 1989“ ist noch bis zum 26. März 2017 freitags-sonntags von 14-17 Uhr und mittwochs von 18-20 Uhr im Museum im Spital Grünberg zu sehen.


Dietmar Schultke, Politikwissenschaftler, Autor und für die Bundesstiftung Aufarbeitung als DDR-Zeitzeuge tätig, wuchs in den 60er Jahren in Brandenburg auf, erlebte dort den Unterricht im Fach Staatsbürgerkunde und unterhielt seit dem zehnten Lebensjahr eine Brieffreundschaft mit der Deutsch-Amerikanerin Elisabeth Rosner aus New York. Sie lud ihn in den Sommerferien nach New York ein, wollte ihm die Reise bezahlen, doch laut DDR-Recht hätte er erst mit 65 Jahren zum "Klassenfeind" reisen dürfen. Letztlich trafen sich die beiden 1986 in Budapest und sprachen über eine mögliche Flucht. Ein halbes Jahr später erhielt er den Einberufungsbefehl zur Armee. Stationierungsort sollte der Brocken im Harz werden. Die Hoffnung von dort eine Fluchtchance in den Westen zu bekommen, erwies sich als nicht realistisch. Den 9. November 1989 erlebte er als Zivilist in Berlin.
 
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