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Museum im Spital

Kerzenzieher-Werstatt

am 24./25. November, 1./2. und 8./9. Dezember 2018

Wenn Sie in der Zeit vom 19. November bis zum 09. Dezember 2018 gemeinsam mit Freunden, Bekannten, Familienangehörigen, Arbeitskollegen und anderen netten Menschen etwas Besonderes unternehmen wollen: kommen Sie ins Museum und ziehen Sie selbst Ihre Kerze für die Adventszeit.
Sie benötigen: etwa 1 Stunde Zeit, dazu ein wenig Ausdauer und viel Freude am langsamen Werden einer Kerze.

An den Wochenenden 24. / 25. November und 3. / 4. Dezember und während des Weihnachtsmarktes am 8. / 9. Dezember ist der Besuch der Kerzenzieher-Werkstatt für Einzel-Besucher in der Zeit von 14 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung möglich (Eintritt Museum + 1 € Materialbeteiligung pro Kerze).

Gruppen bitten wir um Anmeldung, mindestens 3 Tage vor dem Wunschtermin, unter: museum@gruenberg.de oder Telefon 06401 – 22332814.
Kosten: Gruppen bis 8 Personen: 40,00 € / Gruppen bis 14 Personen: 60,00 €.
Im Preis enthalten ist der Eintritt ins Museum und das Ziehen einer Kerze pro Person.

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St. Galler Weihnachtsspiel

08. Dezember 2018, 16 Uhr

Manche Boten haben es schwer

Am 8. Dezember führt die Theatergruppe des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen das „St. Galler Weihnachtsspiel“ aus dem 13. Jahrhundert in Grünberg auf.
Die Aufführung in der Hospitalkirche Grünberg am Samstag, den 8. Dezember um 16.00 Uhr wird unterstützt vom Museum im Spital Grünberg und vom Freundeskreis Museum Grünberg e.V.. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Premiere findet am Tag zuvor, am 7. 12., in Braunschweig statt. Ein weiterer Aufführungsort ist die Pankratiuskapelle in Gießen am Montag, dem 10. Dezember.

Um eine Botschaft geht es an Weihnachten: um die Frohbotschaft (griech.: „Evangelium“) von der Geburt Christi. Dass es aber Boten (oder modern ausgedrückt: die Medien) keineswegs immer leicht haben, reflektiert ein Weihnachtsspiel aus dem 13. Jahrhundert, das die Theatergruppe des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig-Universität im Dezember aufführt. „Weh, Hurensohn, geh bald dahin! Wo sind meine Knechte? Erhängt ihn!“ ruft Herodes, als ihm sein Bote von der Präsentation Christi im Tempel berichtet. Immer wieder erntet der treue Berichterstatter solchen Lohn für seine Dienste. Kein Wunder, dass auf der anderen Seite der Engel Gottes zur Sicherheit geradezu penetrant betont: „Diese Botschaft bringe ich von Gott, ich bin sein Engel und sein Bote“. Die Frage, wer wessen Botschaft wie aufnimmt, ist freilich auch als Selbstreflexion des Stücks zu sehen, das in seiner Zeit die Botschaft von der Geburt Christi und der Erlösung überzeugend in Erinnerung rufen will.

Wo und in welcher Form das in alemannischem Dialekt verfasste Spiel ursprünglich aufgeführt worden ist, ist nicht bekannt. Es ist in einer Lesehandschrift des 15. Jahrhunderts, die heute in St. Gallen liegt, überliefert, und zwar sichtlich überarbeitet. Wichtige Elemente eines geistlichen Spiels des 13. Jahrhunderts (wie zum Beispiel Lieder) fehlen. Die Theatergruppe unter Leitung der Germanistikprofessorin Cora Dietl hat den Text mit einem vergleichenden Blick auf andere Spiele des Mittelalters so bearbeitet, dass aus dem Lesetext wieder ein Spieltext (auch mit Liedern) geworden ist, und zwar ein Spieltext im Sinne mittelalterlicher Weihnachtsspiele, nicht im Sinne der neuzeitlichen Krippenspiele. Mit anderen Worten: Das Publikum darf sich darauf freuen, deutlich mehr als nur ein paar heimelige Szenen rings um das Christuskind zu sehen. Die Handlung beginnt mit den Propheten des Alten Testaments und endet mit einem Ausblick auf Passion und Auferstehung.

Mitwirkende:
Prof. Dr. Cora Dietl Jesaja; Erster Hirte; Caspar; Simeon; Zweiter Soldat
Lydia Hebold David; Maria; Isaak
Melissa Heerz Moses; Joseph; Herzog von Korrozin
Jonas Oosterhuis Salomon; Cleophas; Herodes; Erster Soldat
Corinna Storbeck Jeremias; Zweiter Hirte; Melchior; Anna; Dritter Soldat
Aylin Tongün Micha; Balthasar; Rachel
Filis Yücel Gabriel; Bote
Dr. Christoph Schanze, Julia Felis: Chor

Die Aufführung findet statt in Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen (LZG) und dem Institut für Germanistik (Prof. Dr. Regina Toepfer) der TU Braunschweig und wird unterstützt vom Museum im Spital Grünberg, vom Freundeskreis Museum Grünberg und vom Hessischen Landestheater Marburg. Die Reise der Theatergruppe nach Braunschweig und die dortige Teilnahme am gemeinsamen mediävistischen Nachwuchsforum der Universitäten Gießen, Braunschweig, Bamberg, Bayreuth, Chemnitz und Karlsruhe wird gefördert durch Zuschüsse des Fachbereichs 05 und des Instituts für Germanistik der JLU.

Termine
Aufführungen:
07.12.2018, 19.00 Uhr: TU Braunschweig, Institut für Germanistik
08.12.2018, 16.00 Uhr: Grünberg, Hospitalkirche
10.12.2018, 18.00 Uhr: Gießen, Pankratiuskapelle

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Fachwerk in Grünberg

aktuelle Sonderausstellung im Museum im Spital

Grünberg liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und das nicht ohne Grund. Mit den schön verzierten Fachwerkhäusern weist Grünberg nach Limburg und Alsfeld noch die meisten erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkgebäude auf. Eine Sonderausstellung im Museum im Spital soll dieses nun würdigen.

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