Gewerbe
Neues Gewerbegebiet an der A5 bei Lumda soll mit lokal erzeugter Energie versorgt werden
Foto: v.l.n.r. Björn Zimmer, Christian Zuckermann, Marcel Schlosser, Sebastian Schwarz, Andreas Fuchs und Wolfgang Huschenhöfer wollen gemeinsam regionale Synergien in der Energieversorgung schaffen und ausbauen und haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Foto: Landkreis Gießen
Landkreis Gießen. Nahe der A5 bei Grünberg-Lumda wird ein Gewerbegebiet entstehen, welches innovativ mit ökologischen und nachhaltigen Energien versorgt werden soll. Das haben kürzlich der Landkreis Gießen, vertreten durch den Eigenbetrieb Kreislaufwirtschaft, die Bürgermeister von Grünberg, Rabenau und Allendorf (Lumda), sowie Vertreter der Stadtwerke Gießen mittels Absichtserklärung schriftlich festgehalten.
Die Kooperation zielt darauf ab, ein Gewerbegebiet zu schaffen, das wirtschaftliche Entwicklung mit modernster, nachhaltiger Energieversorgung verbindet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die vom Eigenbetrieb Kreislaufwirtschaft geplante Bioabfallvergärungsanlage, die am Kompostwerk bei Geilshausen, rund 2,5 Kilometer vom Gewerbegebiet entfernt, entstehen soll. Das dort erzeugte überschüssige Biogas soll anteilig zur Versorgung des Gewerbegebiets genutzt werden.
Modernstes Gewerbegebiet soll die regionale Energiewende voranbringen
Zusätzlich arbeiten die beteiligten Kommunen an einem gemeinsamen Kriterienkatalog für die Grundstücksvergabe. Dabei wird insbesondere berücksichtigt, inwieweit ansiedelnde Unternehmen bereit sind, die lokal erzeugte Energie abzunehmen. Diese Absichtserklärung sei ein Beitrag, die regionale Energiewende voranzubringen und zugleich die wirtschaftliche Lage entlang der Lumda aufzuwerten, machten die Bürgermeister – Marcel Schlosser (Grünberg), Sebastian Schwarz (Allendorf/Lumda) und Björn Zimmer (Rabenau) – deutlich.
Christian Zuckermann, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und zuständiger Dezernent des Eigenbetriebs Kreislaufwirtschaft, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit dieser Absichtserklärung zeigen wir, dass nachhaltige regionale Entwicklung nur gemeinsam gelingt. Die enge Kooperation zwischen den drei Kommunen, dem Landkreis und den Stadtwerken Gießen schafft die Grundlage für ein zukunftsorientiertes Gewerbegebiet, das ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stärke verbindet.“
Bei weiterer Planung werden regionale Synergien berücksichtigt
Für die Stadtwerke Gießen unterzeichneten Andreas Fuchs und Wolfgang Huschenhöfer die Absichtserklärung. Sie freuen sich auf die Zusammenarbeit und versicherten, als verlässlicher, regionaler Energieversorgungspartner beratend und tatkräftig zur Seite zu stehen.
Alle Beteiligten bekräftigen den gemeinsamen Willen, die regionalen Synergien konsequent zu nutzen und ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Gewerbeentwicklung im Landkreis Gießen auf den Weg zu bringen.
Die Absichtserklärung bildet unter anderem die Grundlage für die weiteren planerischen Schritte des Gewerbegebiets und gegebenenfalls folgende vertragliche Vereinbarungen.
